Whitsundays

Der Vierte Gang machte wieder mit!
In Townsville wurde nur das Gepäck verstaut, dann gings nach Airlie Beach.
Hier empfing sie der Kulturschock: viele Menschen, Geschäfte, Autos, Musik, Essen…
In einem Backpacker wohnten sie, in einem anderen – feuchtfröhlichen- wurde geschmaust. Es wird gemunkelt, dass Costa Cordales – auf den Bänken tanzend-anwesend war.
Eine Tagestour führte die 4 per Boot zu 3 verschiedenen Whitsunday-Inseln.
Dort konnten sie sich von den Strapazen der letzten 10 Tage erholen, Kanu fahren, schwimmen oder nur faul am Strand liegen.

Im Dunkeln, verschiedenste Orte im Nichts

Mitten auf einer einspurigen Baustellenstraße streikte die Karre schließlich ganz.
Da standen sie im Dunklen, selber Dunkel und rechts und links ein tiefer Graben als plötzlich 2 Lichter auftauchten. Ein 53 m langer Truck mit unendlichem Bremsweg…
Lars hatte eine blaue LED-Lampe, mit dieser und unseren Armen bedeuteten sie dem Roadtrain anzuhalten.
Dies tat der Fahrer dann auch und stieg mit einer Eisenstange in der Hand aus. Danach wurde er jedoch freundlich und holte seinen Generator.
In dem Fernlicht des Lasters und ohne eigenes Licht begaben sie sich wieder zurück 40 km nach Camooweal. Der Ort, indem sie unter keinen Umständen übernachten wollten… Passenderweise setzte noch ein Sandsturm ein.

In Mount Isa dann die Hiobsbotschaft: Der Alternator (die Lichtmaschine) muss erneuert werden. Also verbrachten sie eine Nacht in Mount Isa. Am nächsten Tag fiel dann der vierte Gang aus, infolgedessen erreichten sie Townsville wieder nicht und suchten vor Sonnenuntergang Unterschlupf.

Uluru, Olgas, Kings Canyon: Fliegen, Käfer, roter Sand und weiße Sterne

Am nächsten Tag erreichten sie den Ayrs Rock (Uluru), welcher erstmal umrundet und dann bei Sonnenuntergang begutachtet wurde, wie es sich für richtige Touristen gehört.
Auch die gemeine Hausfliegen war überall mit dabei, auf der Suche nach Wasser immer bedacht in Augen oder Mund zu gelangen. Manu und Lars von Wissenden gewarnt, hatten sich mit einer Fliegenschutzmaske bewaffnet.
Übernachtete wurde im einzigen Reservat. Von dort konnte man Mond und Sterne, die im Outback besonders hell leuchten, beobachten oder sich dem Alleinunterhalter widmen, während man sein Mahl einnahm.
Die Olgas waren das nächste Ziel. Da die Temperatur inzwischen 45 Grad erreicht hatte, waren größere Wanderungen untersagt, aber auch diese Felsen boten einen schönen Anblick bei Tageslicht und im Sonnenuntergang.
Im Dunklen erreichten sie Curtain Springs. Mitten im Nichts und doch sehr lebendig. Es wimmelte von Insekten aller Art, mit Vorliebe auf der Toilette und im Zimmer. Kleine springende Käfer hielten alle 4 des Nachts bei Laune.
Relativ unausgeschlafen brachen sie auf zum Kings Canyon. Es war unerträglich heiß aber tapfer entschieden sie sich für den kleinen Wanderweg.
Das Auto versprach auch keine Erfrischung, in ihren Flaschen war warmes Wasser und aus der Klimaanlage kam nun 43 Grad heiße Luft.
Nicht nur diese, auch ein Reifen war kaputt. Den Ersatzreifen fanden sie im Kofferraum aber woher sollte eine neue Klimaanlage kommen? – ganz einfach: aus Alice Springs. In Todds Taverne schlugen sie sich die Mägen voll und kühlen ein wenig ab und schliefen. Nach 2 Tagen machte das Auto auch wieder mit.
Aber nicht besonders lang… Als sie zur Nachtfahrt nach Mount Isa durchstarten wollten, umfing sie tiefe Dunkelheit.

Das Zentrum: brennend heißer Wüstensand

Ausgestattet mit Wasserkanistern und Konserven verließen sie die Zivilisation, um sich der roten Erde zu nähern. Buschland, Steppe, Wüste, kleine Siedlungen, Kühe, Roadtrains, Nichts -
Auf den Straßen begegneten sie sämtlichen Tieren Australiens, leider waren diese ziemlich platt. Nur ein riesiger Adler erhob sich kurz vor ihrem Wagen majestätisch in die Lüfte. Es war ein „wedge tail eagle“ - Australiens größter Vogel.
Während die 4 mehr schlecht als recht in einer lausigen Kaschemme in Camooweal die Nacht verbrachten, bekackten die dort anwesenden Hühner ihr Auto, als sie versuchten die Riesenheuschrecken vom selbigen zu picken.
Einen halben Tag und viele Roadtrains später erreichten sie die „Devils Marbels“. Große runde Steinformationen.
Abends kehrten sie in der „Desert Rose“, mitten in Alice Springs ein und fielen in einen tiefen Schlaf.

Atherton Tabellands: Platypus und Wasserfälle

Die Atherton Tabellands waren das nächste Ziel. Es ging wieder hoch in die Berge. Ihre nächste Unterkunft war das On the Wallaby Backpackers. Abends konnten sie in einem See Schnabeltiere beobachten und während einer Kanutour entdeckten sie Vögel, Echsen und Schlangen und bemalten sich mit original Farben der australischen Ureinwohner, die sie aus zermalenen Steinen herstellten.

Genug des Berglebens - vorbei an Wasserfällen und nach einem Abstecher zu Mission Beach erreichten die 4 Townsville. Ihre Zimmernachbarn hatten Bedbugs (kleine blutsaugende Käfer) aber der Internetzugang war kostenlos.
Außerdem brauchten sie eine Bleibe für einen Teil ihres Gepäcks - all die Dinge, welche im Zentrum Australiens nicht überlebenswichtig sind.

Cairns: Regenwald und Reef

Im Morgengrauen brachen sie auf in Richtung Cairns. Nach einer langen Autofahrt mit Übernachtung in Ayr und Zwischenstop zum Schwimmen bei den Boulders erreichten sie schließlich das Gecko Backpackers in der tropischen Stadt am Meer.
Dort nisteten sie sich ein und inspizierten erstmal das Kneipenleben vor Ort.

Mit einer Bahn fuhren sie in ein kleines Dorf in den Bergen und schwebten mit einer Gondel hoch über dem Urwald zurück.

In Port Douglas faulenzten sie am Strand, bevor sie sich zum Mossman Gorge, einem Wasserfall im Regenwald begaben.

An einem anderen Tag befanden sie sich auf einem Segelboot mit einer verrückten Crew mitten auf dem Great Barrier Reef. Zur Crew gehörte der Sohn von Madonna und Arnold Schwarzenegger und an Bord war Sean Connery. Sie schnorchelten mit Reefsharks und haben neben Korallen und riesigen Muscheln Nemo und seine Freunde entdeckt.
Nach einem prächtigen Mahl auf Deck setzten sie nach Green Island über, um sich im weißen Sand liegend das türkisgrüne Wasser anzusehen.
Im Sonnenuntergang segelten sie nach Cairns zurück, während Obst, Käse und Kuchenhäppchen auf Silbertabletts gereicht wurden.

Geplante Route:

Townsville
Babinda
Cairns
Port Douglas
Atherton Tablelands
Milla Milla
Tully
Mission Beach
Hinchinbrook Island
Bowen
Airlie Beach
Rockhampton

Zwischenstop bei Putzmanns in Maryborough

Brisbane
Sydney
So weit uns das Auto noch Richtung Süden bringt

Abflug von Brisbane
Aufenthalt in Singapur

Ankunft: Frankfurt/ 21.12.2004/ca. 7.00 Uhr morgens
-> bitte Spalier stehen, Autogramme gibt es später

PS: Wir freuen uns schon auf Schnee und Weihnachtsplätzchen (Gewürzamerikaner wären auch ok)!
Aus Platz- und Gewichtsmangel haben wir natürlich auf jegliche Mitbringsel verzichtet, wir sind froh, dass wir das Leben haben!

Donnerstag, 11.11.04 legt die langen Riemen aus

Alle wuseln umher, essen Reste, packen, verstauen, räumen ein und aus, laufen rein und raus und lesen „survive the drive“.
So langsam wird die Wohnung klar Schiff gemacht. Unsere letzte Tat, die 5-wöchige Rundreise, beginnt am Samstagmorgen.
Wir bitten trotzendem um zahlreiche Gästebucheinträge, da wir ab und an ins Internet gehen werden.
Auf dem Festnetz sind wir dann nicht mehr zu erreichen und dank der zahlreichen Funklöcher auch nur selten auf Marens Handy. Für Notfälle wählt also die billig-Handyvorwahl und versucht euer Glück.
Schreibt ruhig e-mails, bemerken wir mangelndes Interesse an uns, bleiben wir hier.
Es ist außerdem immer schön, eine persönliche Nachricht zwischen den spams zu finden. In 2-3 Wochen werden noch mal neue Bilder hochgeladen evtl. auch einige Texte.

Montag, 08.11.2004: K’gari

Die Urwaldgeräusche weckten sie auch wieder auf. In der Nacht hatte es sich eine krebsartige Spinne auf dem Autodach gemütlich gemacht. Am Strand entlang ging es zu Indian Heads mit Zwischenstop beim Maheno- einem alten Schiffswrack, vorbei an roten Sandsteinfelsen, die Pinnacles.
Indian Heads ist eine markante Felsformation, die hoch über dem Meer thront. Von dort hatte man einen prächtigen Ausblick über riesige Dünenlandschaften, idyllische Buchten und das weite Meer. Mit ein bisschen Glück kann man von dort Haie, Manta-Rochen, Delfine und Wale beobachten. Lars hatte besondere Freude daran gefunden, den Vermessungspunkt on top of the hill zu fotografieren.
Nach dem erfolgreichen Abstieg brausten sie wieder zurück und gelangten schließlich zum Eli Creek. Angeblich konnte man sich vom diesem mintgrünen Bächlein ins Meer spülen lassen. Da nunmehr ein kleines Rinnsal übrig geblieben war, reichte dessen Kraft nicht aus, ihre feisten Leiber auch nur zu bedecken.
Also suchten sie Abkühlung im Lake Wabby, der sich in 4 km im Landesinneren im Gebüsch versteckt hielt. In einer wüstengleichen Dünenlandschaft präsentierte er sich, einer Oase gleich, in verschiedensten Grüntönen. Dort beobachteten sie einen Seeadler auf Beutefang. Sie wollten gerade von der Düne ins Wasser gleiten, als sie im letzten Moment die dicken schwarzen Karpfen (?) entdeckten, die gierig ihre Münder nach ihnen ausstreckten. Aber schön war’s trotzdem. K’gari, nannten die Aborigines die Insel (dt.: das Paradies).
Das letzte Abenteuer der 4 war die Suche nach der Fähre, die sie von der Insel fortbringen sollte. Die Flut setzte ein, daher war der Strand strengstens untersagt.
Daher bratzen sie, ohne Rücksicht auf Verluste, durchs Dickicht. Den kaum vorhandenen Weg zierten unendlich viele Schlaglöcher. Zuerst schossen sie an der Fähre vorbei aber schließlich erreichten sie sie doch noch in letzter Minute.

Sonntag, 07.11.2004: Übernachtung im Dschungelbuch

Mit etwas flauem Gefühl im Magen- komisch?- waren alle um 6 Uhr früh abfahrtbereit. In Rainbow Beach tauschte die WG nach einer kurzen Video-Einführung über die besten 4WD Unfälle, ihren Mitsubishi, der mittlerweile ordentlich Öl verliert gegen ein solch prächtiges Gefährt. Er war so hoch, dass Maren beim ersten Aussteigen hinabstürtze und sich blaue Flecken zuzog. Blaue Flecken gab es aber für alle noch zu Genüge, denn Fraser Island ist die weltgrößte Sandinsel. Demzufolge gibt es auch nur Sandstraßen- wenn man Glück hat. Meist schlängelt man sich über einen buckeligen Pfad direkt durchs Dickicht. Auch am Strand lauern Gefahren, denn ständig tauchen Creeks auf, in die man nicht hineinstürzen sollte.
Auf ihrem Weg zum Zeltplatz entdeckten sie 2 Dingowelpen und eine Schlange. Natürlich zückten sie die Kameras, obwohl man das Wildlife ignorieren soll, damit es sich nicht an die Menschen gewöhnt…
Der erste Zeltplatz war Menschenleer, also fuhren sie erstmal zu einer Sehenswürdigkeit:
Lake Mc Kanzie.
Ein Süßwassersee, wie er im Bilderbuch nicht schöner hätte sein können: kristallklares, türkisblaues Wasser mit weißem Sandstrand.

Nach dieser Erfrischung schlugen sie ihr Zelt auf einem Campingplatz mitten im Urwald auf. Zwischen steinalten, moosüberwachsenen, umgestürzten Bäumen, Lianen und Riesenfarnen kochten sie ihr Nudelgericht und lauschten dem krächtzen, kreischen und schreien der Bewohner.


Samstag, 06.11.2004 Es gibt Reis Baby - schüttel dein Haar für mich!

Den Tag über hatte die WG Vorbereitungen für Fraser Island getroffen:
Einkaufen, packen, schlafen
Das macht natürlich hungrig, also gab es einen großen Topf lecker Reis und dazu einen Broccoli-Blumenkohl-Auflauf.
Gierig machten sie sich über das Essen her, so dass Metus, der mit Sippi telefonierte, fast nix mehr abbekam.
Als er endlich am Zuge war und die anderen schon ihre Teller abwuschen, fragte er, ob sie die kleinen Gesellen bemerkt hatten, die dem Reis die besondere Würze gaben…
Wenigstens wissen die 4 nun, woher die gelblichen Maden kamen, die immer in ihrem Vorratsschrank nach neuen Abenteuern suchten.
Und wer die Geschichte nicht glaubt, frage den Sippi, den er hat am anderen Ende der Welt alles mit angehört!

Freitag, 05.11.2004: Zu Tee bei Glennys

Um Punkt 2 Uhr hatte Glennys geladen. Die Mädels schmissen sich in ihre Kleider und fuhren in der immer noch staubigen, mittlerweile öltropfenden Karre zum eindrucksvollen Anwesen neben dem Golfplatz. Prompt verpassten sie den Eingang und landeten in der Garage. Schließlich doch noch zur Haustür gefunden empfing sie Glennys (die nebenbei gesagt wieder perfekt aussah) mit den Worten: „Oh lovely, nice to see you! Where would you like to sit?“
Was sollte man auf eine solche Frage antworten, wenn man die Räumlichkeiten hinter der Tür nicht kennt? Doch ehe sie etwas sagen konnten, wurden sie schon in den Salon zur Rechten geleitet und auf einen Chippendale-Ottomanen in beige platziert. Also setzten die beiden wieder ihr Dauergrinsen auf und plauderten aus dem Nähkästchen. Ein Anblick wie die Zinnsoldaten!
Nach einer Weile wurde die Gesellschaft aufgefordert der Hausherrin in die Küche zu folgen, wo ihnen kühle Obstsäfte gereicht wurden. Doch zum Trinken derselben war ein anderer Raum auserkoren: Der Salon zur Linken. Ebenfalls in einem hellen Beige gehalten und mit einem Berberteppich ausgelegt. Nachdem die genaue Sitzordnung festgelegt wurde (Maren und Manu jeweils vor Kopf und Glennys in der Mitte) bot sie ihnen schmackhafte Kuchenhäppchen auf einem Tablett an. Die beiden waren von der glamourösen Umgebung derart verwirrt, dass sie zunächst gar nicht wussten wie man den Kuchen nun vom Tablett auf den Teller und schließlich in den Mund befördern sollte, ohne die tadellose Umgebung zu beschmutzen. Da Glennys jedoch selbst ihre feinen Finger benutzte, taten sie es ihr gleich.

Als überraschenden Kontrast zu der Umgebung erzählte sie folgende Geschichte:

Damals als Glennys noch im Busch lebte und ihr Söhnchen noch ein Baby war, betrat sie einst das Wohnzimmer und musste zu ihrem Entsetzten eine riesige Schlange entdecken, die sich über die gesamte Länge ihres Paravents hinweghangelte. Todesmutig rief sie ihren Mann an, der ihr zu Hilfe kommen sollte. Minuten später stand er im Zimmer, eine Shotgun in den Händen und feuerte volle Lotte auf das Tier. Sogleich spratzten Blut und Fleischfetzen durch das Zimmer. Glennys schrie, das Kind wurde wach, aber die Gefahr war gebannt.

Fragt sich nur, wer hat die ganze Sauerei weggemacht???

Donnerstag, 04.11.2004: Letzter Schultag

Heute war der letzte Schultag von Manu und Maren.
Helen wollte ihnen noch gern eine bestimmte Software zeigen, dazu bestellte sie die Mädels um 10.15 in ihre „Garage“. Bei Helen ist es immer lustig, also waren die beiden –trotz der seltsamen Uhrzeit- pünktlich.
Helen schien etwas nervös, da sie aber auch sonst immer ziemlich aufgedreht ist, bekümmerte es die beiden nicht weiter.
Nach einer kurzen Vorstellung, von der beide nicht wirklich wussten, was dies sollte, war auch schon „Morning Tea“. Mit den Worten: “Everybody should have a morning tea“, lotste sie die Mädels ins Lehrerzimmer.
Dort erwartete sie Jean und verriet den beiden, dass einige Lehrer ein Frühstück für sie vorbereitet hatten.
Es war wie Weihnachten: In einer Ansprache wurde ihn gedankt, sie bekamen von verschiedenen Lehrern und Schülern Zeugnisse, Blumen, Karten, eine Tasse, einen Kuli und ein offizielles Poloshirt von Granville. Dann ging es an den Kuchenverzehr. Für die Jungs wurde noch schnell was gerettet, aber als sie später das Lehrerzimmer betraten, erwischten sie den Schulleiter, der flux noch etwas Kuchen stibitzte.

 


Dienstag, 02.11.2004: Scheue Waldwesen

Dienstag holten Manu, Lars und Maren Matthias von der Arbeit ab, danach ging es in den Tuan Forest. Endlich noch mal Wald! Die Dirty Road und ein riesiger Truck verzierte das Auto wieder mit einer schönen roten Staubschicht. Die Sonne ging schon langsam unter, als einige Brumbys vor ihnen die Straße überquerten. Die ausgewilderten Pferde leben hier noch in kleinen Herden in den Wäldern. Langsam fuhren sie weiter, als neben ihnen schließlich noch zwei weniger scheue Exemplare auftauchten. Sie ließen sich anstandslos bewundern. Vielleicht gaben die vier Gebückten im Gänsemarsch mit schussbereiter Kamera aber auch ein zu interessantes Bild ab…
Nur die Manu suchte nach einer Weile auf dem Boden nach kleinen, runden Steinchen, während die übrigen immer noch gebannt auf die Vierbeiner schauten.

Samstag, 30.10.2004: Alles ist so süß und zuckrig- klebrig vermutlich
Süßspeisen und Junggesellen

Um 19 Uhr befanden sich die 4 unter einem Haus inmitten von Wildfremden. Nur Lars kannte den Kopf der Bande. John-Lars Vorgesetzter- feierte seinen und den Geburtstag seiner Tochter. Herr Rekowski war etwas verdutzt über das völlig neue Äußere seines Bosses, der sonst nur mit Glatze und in Anzug auftaucht.
An diesem Abend:
Wollmütze, Turnschuhe, T-Shirt und Jeans.
Der Herr lebt in einer 2 Mann-WG. Zuerst wurden alle Deutschen reihum sämtlichen Anwesenden vorgestellt, dann bekamen sie Dartpfeile in die Hand gedrückt und mussten an einer Competition teilnehmen.
Stolz präsentierte der 52-jährige Junggeselle seinen Bully mit Magnet-Peacezeichen für den Althippie und dann holte er die Gitarre raus. Den Höhepunkt bildete jedoch die Gesangseinlage von John und Lars. Später fielen noch weitere Personen mit ein…

Freitag, 29.10.2004: Hühnerwahn im Esszimmer

Heute sollte Putzmanns Speisezimmer mit einer Borte verziert werden. Jean hatte sich Hühner gewünscht. Manu und Maren erfüllten ihren Wunsch und kreierten 20 hell- und dunkelblaue Hühner aus haltbarer Lackfarbe in jeder nur vorstellbaren Pose.
Nach Luises Kommentar: „Mama wird der Schlag treffen!“,
hielten die beiden die Luft an, als Jean die Küche betrat. -Aber ein schallendes Gelächter verschaffte Erleichterung. Die Hühner hatten ein Zuhause gefunden.
Jörg meinte nur: „Die sind aber groß.“

Hierzu eine kleine Geschichte aus Jeans chook shed:

Es muss sich folgendermaßen zugetragen haben:
Eine Kröte lief um die Ecke und begegnete einem Huhn.
Da die gefiederten Freunde von Natur aus alles picken, was nicht bei 2 auf den Bäumen ist, wurde mal ordentlich drauflos gehackt.
Dann begegnete die Kröte Jean und dies stach mit der Mistgabel zu.
Denn Jean wusste: Diese Kröten sind giftig und bedürfen einer sofortigen Eliminierung!
Das Huhn wusste dies nun auch- denn es starb an den Folgen des Krötengiftes und wurde am nächsten Tag beigesetzt.

Montag, 25.10.2004: In geheimer Mission

Mit dem Auftrag Dons: „Findet Mr.Frank, dann wird sich alles weitere klären“, begaben sich Manu und Maren zur Vernissage. Zuerst klärte sich gar nix, aber die Bowle schmeckte gut und die Schnittchen waren schnell verzehrt. Als die beiden mit Kennermiene durch den Raum schritten, sprach sie endlich ein älterer Herr an: „Are you the Germans? I’m looking for you the whole evening.“
Und so lernten wir Mr. Frank kennen, ein berühmter Künstler Australiens, der uns zu weiteren Meetings einlud.


Montag, 25.10.2004 Lars und sein Kollege Jason

Wie jeden Tag begaben sich Lars und sein Kollege Jason in ihrer Mission als Vermesser in den australischen Busch. Doch diesmal stießen sie auf ein Hindernis: Das Gelände (zwischen Mary River und Flugplatz), auf dem sie Höhe und Position einiger Bäume bestimmen sollten, war ein einziger Urwald. Zur Erfüllung ihrer Mission hätten sie sich mit ihren nackten Schenkeln durch das Dickicht kämpfen müssen. Doch war ihnen das ihr Leben wert? Nach reiflicher Überlegung, ob sie sich in das Schlangennest begeben sollten, kamen sie zu dem Entschluss den Rückzug anzutreten.

NACHTRAG: Das Dickicht wird nun auf ihre Anweisung hin abgebrannt.

Samstag, 23.10.2004 18 Löcher und doch kein Käse

In aller Herrgottsfrühe verließen heute Lars, Maren und Manu das Haus. Lars wollte Jörg zu einer Partie Golf herausfordern und Manu und Maren derweil die Putzmannsche Nähmaschine unter ihr Kommando bringen. Beides gelang ihnen. Doch gegen Abend waren sie von der Hitze derart gebeutelt, dass Lars und Manu mit den Putzmanns den schuleigenen Pool aufsuchten, um sich etwas Erfrischung zu verschaffen. Maren hingegen trotzte den Temperaturen und joggte begleitet von einem roten Feuerball um den Golfplatz. –Allerdings mit einem Puls von 195.

PS: Der Feuerball war nicht ihr Kopf!

Freitag, 22.10.2004 Beim Hoolihans

Heute Abend fuhren die vier zu einem Treffen mit Lars Arbeitskollegin und deren Mann nach Hervey Bay in ein irisches Pub. Die beiden waren vor sechs Monaten von Deutschland nach Australien ausgewandert und versuchten sich nun dem easy-going-Lifestyle der Aussies anzupassen. Wir hatten uns von ihnen eigentlich gute Tipps für unseren Rundtrip erwartet, aber die waren entweder zu teuer (er ist Zahnarzt) oder zu gefährlich („ach campt doch am Strand, es wird so selten einer von den Spinnen dort gebissen“). Wie dem auch sei, es war auf jeden Fall ein gelungener Abend.

AM RANDE: Erst kürzlich wurde ein Camper von einem Krokodil angefallen und aus seinem Zelt gezerrt. Nur dank des todesmutigen Einsatzes einer 60.Jährigen, die wie wild auf dem Rücken des Untiers herum sprang, ließ es von dem Camper ab und er überlebte.

Und die Moral von der Geschicht?
Vergiss die alte Dame nicht!

Mittwoch, 20.10.2004 Schnipp schnapp, Rübe ab!

Heute war Marens großer Tag. Sie sollte ihr bestes Stück in die Hände von Madame Sirocco legen. Nein, nicht Matthias – der arbeitete ja im Sägewerk – sondern ihre prächtige Haarpracht. Ahnungslos vertraute sie Siroccos Slogan „Let us make you beautiful!“ und begab sich unter die Schere. Als sie die Frisurenkataloge aus den 90ern bemerkte, war es schon zu spät. Der Bart war ab und die Enttäuschung groß!
Aber mit etwas Handarbeit und Gel gelang es Maren dennoch ein passables Bild abzugeben. Vielleicht sollte Madame Sirocco das nächste Mal den Mund nicht so voll nehmen…

Montag, 18.10.2004 Hausfräuliche Pflichten

Heute hatten Maren und Manu schulfrei. So ein Tag zur Unterrichtsvorbereitung für die Lehrer sollte es zu Hause auch geben…
Am Abend war es allerdings mit der Faulenzerei vorbei, denn ein Einführungskurs in die Quiltkunst stand an. So begaben sich alle in die Putzmannsche Hütte, wo zunächst ausgiebig gespeist wurde. Danach nähten die Damen bis spät in die Nacht unter Jeans wachem Auge und die Jungs vertrieben sich anderweitig die Zeit. Hätte wohl keiner gedacht, dass die beiden in Australien zur Nadel greifen würden…

Sonntag, 17.10.2004 Salbung beim Barbecue

Sonntag hat Herr Schneider ja schon ansatzweise beschrieben, aber ein genauerer Einblick soll euch- lieben Lesern- nicht verwehrt werden.
Um 9.30 sollte das Barbecue beginnen. Also fuhr die WG mit möglichst leeren Mägen zum vereinbarten Treffpunkt – das Haus der Familie. Dort empfing sie der Vater mit den Worten: ‚oil, 20 minutes, you needn’t buy anything’ - und schon befanden sie sich inmitten einer Aromaölvorführung á la Tupper in dem Kellerraum der Gastgeber, umringt von unbekannten Familienangehörigen (auch dabei der first national soccer league player Royce Brownlie, Stürmer der Queensland Lions). Hier lernten sie einiges über die angeblichen Heilwirkungen von verschiedenen essential oils kennen. Sie haben sich dann einfach der Allgemeinheit angeschlossen und je nachdem das Öl auf den Arm gerieben oder nur daran gerochen. Zum guten Schluss kam noch das Fußbad. Da nur eine Schüssel bereitgestellt wurde, mussten die 4 doch kurz einen Blick auf die übrigen Morcheln werfen und versuchen ihre Gesichtszüge nicht entgleisen zu lassen.
Doch Manu und Maren bekamen sogar eine eigene Schüssel mit Milch, Öl und Murmeln, während die Herren sich weigerten ihre guten Stücke zu entblößen- oder lag es an deren Geruch?
Nach dieser Prozedur durften dann endlich alle essen.
Gekauft haben sie natürlich nix- aber gefuttert!
Die Familie wollte einiges über Deutschland erfahren. Z.B., ob wir auch schon Cola hätten.
Später zeigte uns der jüngste Sohn stolz seine preisgekrönte Entenzucht: „Aufgrund eines Lochs im Schädel wächst dem Federvieh ein Federbuschel aus dem Hirn. Und übrigens … im Ententeich tummeln sich unzählige Schlangen. Ziemlich giftig, man muss halt vorsichtig sein.“
Danach hat man uns nicht mehr im Garten gesichtet.

So, nun wissen wir auch, was zu einem echten australischen Barbecue dazugehört: Ein Fußbad, ein paar mutierte Enten und ordentlich Zwiebeln.

Sunday, 17.10.2004 Flatterhafte Gestalten

Die letzte Woche haben Manu und Maren unter Einsatz ihres Lebens gegen 7 Ventilatoren ankämpfen müssen, die ständig auf Hochtouren liefen, so dass die Fünftklässler sie kaum verstehen konnten. Dafür haben sie mit wehendem Haar und verschnupfter Nase ein gar lustiges Bild abgegeben.
Dienstagabend lud Don zum Essen ins Carriers Arms ein.
Dort wurde leckerer Fisch, Fleisch und Salat verspeist, während alte und neue Zeiten als Gesprächsthema dienten.


Saturday, 16.10.2004 Deep Blue Sea

Under Water World war das Ziel der fantastischen 4.
Also ging es zur Sunshine Coast.
Dort tauchten sie ein in die faszinierende Welt der Fische und Amphibien.
Verwirrte Otter, küssende Seehunde, bebeinte „Fische“, süffisant lächelnde Krokodile, Fische ohne Augen- nichts, was es nicht gab. Das Highlight war jedoch der gläserne Tunnel, indem Haie, Mantas und ähnliches Getier die sich darin befindenden Menschen anschauen konnten.
Die Haie waren zwar, bedingt durch das dicke Glas zu 30% verkleinert, trotzdem wollte man ihnen weder im Dunkeln noch im Great Barrier Reef begegnen… (s. Kurzfilm, den es irgendwann dazu gibt)

Friday, 15.10.2004 Brissy

Freitag zog es die Mädels nach Brisbane. Jean spielte Chauffeur und stand um 5.30 Uhr auf der Matte.
Nach 4 Stunden Kaufrausch haben sie sich in einem lustigen bunten Haus mit Unmengen Saft erfrischt und die lasziven Bauarbeiter beobachtet.
Manu und Maren wiegten sich auf der Rückfahrt schon in Sicherheit, als Jean plötzlich vor einer überdimensionalen Ananas stoppte - und ehe sie sich versahen, befanden sie sich in ihrem Inneren.
(anbei eine kleine Buchempfehlung: R.Dahl; „James und der Riesenpfirsich“)
An das Gebilde grenzte ein Regenwald und ein Gehege, in dem es endlich, endlich, neben seltsamen gefiederten Freunden auch einige Koalas zu bestaunen gab (s. Kurzfilm).
Dem nicht genug umsprangen sie bald einige der 170 hier lebenden Beuteltierarten, nur der Wombat wollte lieber mit seinem Stöckchen spielen.

Sunday, 17.10.2004 Aussie Barby und Video-Fixes
Wir waren heute auf einem australischen BBQ eingeladen. Sehr interessant. Außerdem wurde das unten angepriesene Video noch mal hochgeladen und sollte nun funktionieren.
Friday, 15.10.2004 Isses nun ein Kamel oder ein Dromedar?
Samstag haben Manu und Lars mit Jörg noch mal eine Runde auf dem Golfplatz gedreht, während Matthias und Maren sich den „Arabian Horses“ im Showground gewidmet haben.
Um das arabische Wochenende zu komplettieren, sind Sonntag alle 4 zu einem Kamelrennen gepilgert. Matthias hat auf 2 Tiere gewettet. Leider errungen diese nur den 2ten und 3ten Platz. Immerhin sind 2 der vierbeinigen Teilnehmer gar nicht erst gerannt, die darauf folgenden Bauchtänzerinnen haben sich wahrscheinlich mehr angestrengt.

Nachtrag zu Noosa: Hier gibts ein kurzes Video.
Thursday, 14.10.2004 Lecker Frühstück

Es wird langsam heiß und man muss sich oft unter einem Ventilator aufhalten. Für Lars ist das nicht so leicht, denn um halb Maryborough zu vermessen, muss er sich hinaus begeben. Als Entschädigung für die anstrengende Arbeit gehen die Vermesser aber jeden Freitagnachmittag ins „Cry“, um sich dort mit genügend Bier zu erfrischen.
Matthias’ Kollegen favorisieren hingegen Milch, die sie vorzugsweise mit ½ Kilo Fleisch etwa gegen 9 Uhr morgens zu sich nehmen.
Herr Schneider beherrscht nun schon einige australische Swearwords und
Manu uns Maren sind in den Ersten Klassen gelandet und lernen jeden Tag einen neuen Laut und drei neue Bücher kennen.
Dienstag wurde natürlich Ms Homrighausens 25. Geburtstag gefeiert, wozu alle Mitglieder der Familie Putzmann abends geladen wurden.

Thursday, 07.10.2004 Im Süden nichts neues

Es gibt absolut nichts zu berichten. Metus hat heute einen Haufen Werbegeschenke bekommen, die alle sehr hochwertig sind. Im "Big W" (Hängt irgendwie mit Walmart zusammen) war heute alles reduziert. Es gibt wieder neue Bilder.

Monday, 04.10.2004 Es wird langsam heiß!

So gehts nicht weiter! Ist ja schon wieder über eine Woche her, dass der letzte Eintrag gemacht wurde...
Hier kurz die Fakten:
Metus hat seine Diplomarbeit jetzt endgültig abgeschlossen und Dienstag ein Praktikum bei einer größeren Firma als ASP-Entwickler angefangen.
Letzten Donnerstag haben die Mädels mit dem wiedergekehrten Jörg Golf gespielt.
Samstag waren alle auf Fraser Island. Mit der Fähre für lau rüber und dann dort einen geschmeidigen Strandtag hingelegt. Vorher noch eben einen wilden Delfin in Tin Can Bay gestreichelt. (Wir sind schon ziemlich lässig...)
Samstag abend bei Putzmanns zum BBQ gewesen und ordentlich Fleisch verdrückt. (nicht alle, man kennt das ja)
Sonntag hat der "Big Blue Shed" (große blaue Schuppen) nebenan als Zoohandlung neueröffnet. Morgens wird man jetzt von jaulenden Welpen liebevoll um 5.30 Uhr geweckt.

Sunday, 25.09.2004

Um´s kurz zu machen: Maren, Lars und Manu am Strand; Metus vorm Laptop.

Saturday, 24.09.2004 Wasser marsch!

Wochenende – Ausflug! (Leider ohne Metus, der mit eiserner Disziplin allen Versuchungen wiederstand und seine Diplomarbeit fertig stellte). Heute gings zu den Kondalilla Falls. Gigantische Wassermassen, sollten dort aus schwindelnden Höhen herabstürzen – so schwebte es Ihnen zumindest vor. Doch zunächst sahen sie eine gigantische schwarze Schlange, die sich durch einen Vorgarten schlängelte. Sie hätte das Exemplar von Donnerstag mit einem Haps verschlungen. Endlich im Nationalpark angekommen, begann die anstrengende Suche nach den Wassermassen. Nur ein kleines Rinnsal war zu bestaunen. Wir hätten etwas mehr Regen abwarten sollen… Aber es gab sehr schöne rock pools, natürliche Fels-Schwimmbecken, in denen man den Schweiß der Wanderung von sich waschen konnte.

Thursday, 23.09.2004 Australische Ureinwohner

Von Langeweile getrieben begaben sich Maren und Manu zum Koala-Wäldchen. Leichten Fußes liefen sie über schmale Trampelpfade durch den Busch, auf der Suche nach dem kleinen gemeinen Koala (der übrigens kein Bär sondern ein marsupial ist!). Schon einer Nackenstarre nahe, gaben sie es schließlich auf und widmeten sich den leichter zu entdeckenden Kotkrümeln des Kängurus. Während sie über den Boden krochen, merkten sie nicht, dass etwas auf sie wartete. Eine braune ca. 1,20m lange züngelnde Schlange war flux auf den Weg geschlängelt und erwartete ihr Abendmahl. Manu lief vor Schreck schnell an ihr vorbei, Maren ging langsam rückwärts (wie sie es in der Primary School gelernt hatte).
Eine der beiden musste nun das Tier passieren… So standen die drei eine Weile und schauten sich abwechselnd an. Irgendwann wurde es der Schlange zu langweilig und sie zog sich zurück.

Wednesday, 22.09.2004 Surveying and surviving

Heute Abend kam der Don zum Dinner. Der Hefeteig hatte sich den Tag über schon prächtig entwickelt, um in Form eines Zwiebelkuchens in seinem Rachen zu verschwinden. Dies musste allerdings zwischen all den Wörtern geschehen, die aus seinem Munde quollen: Von Abenteuern über die Vermessung in Neuguinea, Geschichten über das Leben im Busch bis hin zu den besonderen Fähigkeiten der Aboriginals war alles dabei. Nach fünf Stunden stellte sich allerdings heraus, dass jeder von uns eine andere Variante der Geschichten verstanden hatte. Egal,- lustig waren alle!

Tuesday, 21.09.2004 Erholung!!!

Nach der anstrengenden Arbeitsphase gaben sich Manu und Maren dem wohlverdienten Urlaubsvergnügen hin. Der Platz ihrer Wahl sollte der Teagarden sein. Dort nahmen sie ein leckeres Eis zu sich und liefen ein Stück durch den Dschungel.
Angeblich sollte es dort Schlangen, Aale, Schildkröten und manch anderes Getier zu sehen geben. Da sie aber in weiser Voraussicht möglichst schnell und ohne sich umzuschauen über die Pfade hetzten, wurden sie lediglich von ein paar Truthähnen erschreckt. Nach diesem Abenteuer gings zum Strand… s. Bilder
Abends fegten wir die erste Kakerlake aus dem Bad.

Monday, 20.09.04 Die Mandarinenbäume schlagen zurück

Am Montag wurden wir in unserem prächtigen Equipement (s. Foto) um 5.20 Uhr morgens von einem Unbekannten namens Scooter abgeholt, der uns im Morgengrauen mit ins Hinterland nahm.
Als der Nebel sich lichtete erkannten wir mitten im Nichts eine Mandarinenplantage.
Nach einer kurzen Einweisung (ca. 1,5 Std.), von der wir, dank des Slangs, kaum etwas verstanden hatten, folgte ein Multiple Choice Test…
Danach waren wir als fruitpicker eingestellt, erhielten unsere Zangen, känguruhähnlichen Umhängetaschen und wurden mit 2 Reihen Mandarinenbäume (besser Büsche) konfrontiert, die ihre ca. 20 Früchte pro Baum entweder in 4m Höhe oder zwischen dichtem Geäst gut hüteten.
Todesmutig kämpften wir uns durch die Spinnennetze und pflückten, was das Zeug hielt.
Es war nass und die Äste hatten Stacheln, aber das hielt uns nicht ab. Es galt einen Bin zu füllen (2 m³) für den wir 45Dollar (abzüglich 30% Steuern) erhalten sollten. Nach 3 Std. harter Arbeit hatten wir zu zweit ein Viertel gefüllt. Als unser Aufseher auf seinem Gabelstapler wieder um die Ecke bog, erwarteten wir etwas Anerkennung. Leider sortierte er unsere Früchte wieder aus. Wir hatten sie nicht so abgeschnitten, dass noch ein kleiner Stiel dran war. Also- nicht entmutigen lassen. Die Arbeit ging nun viel langsamer. Später wurden wir dazu angehalten, doch bitte die großen Eisenleitern fester in den Busch zu schmeißen, dass wir auch die letzte überreife Mandarine erreichen konnten und dies freihändig auf einer Leiter balancierend in einer Hand die Frucht in der anderen die Schere und über uns die glühend heiße Sonne. Später empfahl uns Scooter wir sollten doch in die Krone (die gar keine war) klettern. Wir haben bis heute nicht verstanden, wie man in diesem dichten, stacheligen Gebüsch und auf den dünnen Ästchen empor klettern soll. Den Arbeitstag ließen wir völlig zerkratzt und durchgeweicht mit einem 3- stündigen Sitzstreik für bessere Arbeitsbedingungen ausklingen. Unsere von Spritzmitteln zugeschwollene Nase konnte den Mandarinenduft nicht mehr wahrnehmen und mittlerweile ließen die Bäume ihre gut gehüteten Schätze von selbst fallen –
Um 18.30 Uhr beendeten wir unsere Erfahrung auf der Mandarinenplantage und hatten nach 13 Std. 22,50 Dollar (fast 13 Euro) verdient (abzüglich 30% Steuern!).
Ob wir den multiple choice Test bestanden hatten, wissen wir bis heute nicht…

Sunday, 19.09.04 Waaalfisch!
Gestern! Wir auf 'nem Boot und die Wale direkt am Boot! Wahnsinn. Und dann dieses kleine holländische Kind, das immer ganz laut, "Waaaalfisch!" gerufen hat, geil! Naja, nur ein kleiner Newsbeitrag von mir heute. Morgen mehr vom Lars. Guckt euch die Bilder an und macht Deutschland nicht ganz kaput, während wir weg sind.
Thursday, 16.09.2004 Noch mal ein Update (hüstel)
Also bevor hier noch mehr Zeit ins Land streicht, gibts mal von mir (Giselherr) ein kleines Update, was hier so passiert ist. Das Auto haben die vier letzte Woche Freitag wiederbekommen. Der Händler meinte, als er ein paar Kilometer damit gefahren ist, sei mit einem lauten Knall und einer kleinen schwarzen Rauchwolke namens Reinhold die Blockade des 3. Zylinders auf wundersame weise verschwunden. Der Mechaniker hätte wohl genickt und gesagt, das käme häufiger vor bei solchen Autos und hat den Zylinderkopf mit einer speziellen Reinigungsflüssigkeit gespült.
Am Samstag waren die vier im Noosa National Park, einem Nationalpark, der in der Nähe der Stadt Noosa gelegen ist. Bilder davon gibt es auch bald. Zu sehen gab es neben hedonistischen Surfern, Alten und Nudisten (und allen Kombinationen daraus) beeindruckende Küstenlandschaften, djungelähnliche Wälder und verschiedene Tiere. Insgesamt ein gelungener Samstag für die vier. (Schätz' ich mal. Denn abgesehen davon dass ich ein gefühlloser Roboter bin, war ich ja auch nicht dabei.)
Während Matt ggf. bald ein Praktikum bei einer großen Holzverarbeitenden Firma beginnt, bemühen sich Maren und Manu um einen Job als Fruitpicker. Da scheinbar diese Jobs nur an Einheimische vergeben werden sollen, müssen sie Seite an Seite gegen die Bürokratie kämpfen, um sich als Mandarinenpflücker betätigen zu können.
Monday, 6. 9. 2004

So konnte es nicht weitergehen: Unser Auto springt kaum an, und wenn doch, dann knattert es wie ein Traktor. Deshalb suchten wir Matula auf - er arbeitet in Wirklichkeit unter dem Decknamen Walker in einer Autowerkstatt. Er schraubte, baute aus, baute ein, und am Ende mussten wir 30 Dollar bezahlen. Mit vorgeschobenen Zähnen und hängenden Lippen wieselte er hin und her und flüsterte uns zu, dass wir die Kiste lieber verticken sollen. Wie dem auch sei, nach diesem Tune up sollte der Wagen eigentlich laufen wie ein Wiesel, aber weit gefehlt: Als Maren und Manu zum Shopping in Hervey Bay waren, nahm das Hoppeln ungeahnte Maße an. Mit Hängen und Würgen und zwei Litern Schweißverlust kamen sie wieder zu Hause an.
Unverzüglich wurde wieder das Wiesel aufgesucht, während zu Hause ein Zwiebelkuchen entstand, der unsere Wohnung einräucherte, aber doch ganz gut mundete.
Sunday, 5. 9. 2004 Sonntagsausflug

Eigentlich wollte Charlie uns heute Bundaberg zeigen, jedoch konnte er sich plötzlich an nichts mehr erinnern. So mussten wir uns in Windeseile ein Alternativprogramm überlegen: Es lautete Rainbow Beach. Alle Mann ins Auto und ab gings. Nach einer flotten Fahrt durch grellgrüne Pinienwälder und vielen crests, kamen wir endlich am Strand an. Türkises Meer, weiße geischende Wellen und endloser Sandstrand. Doch die Idylle wurde durch 4WDs „zerfurcht“ – der Traum eines jeden Australiers. Nach einer Strandbegehung in der glühenden Mittagshitze waren wir schon fast dem Wahnsinn nahe und mussten unser Hirn mit Eis kühlen. Abends gabs noch Fish´n Chips in Tin Can Bay mit Blick auf die Bucht.
Saturday, 4. 9. 2004 Paracetamol und Marktgeschrei

Jean besuchte heute ihren Vater in der Nähe von Brisbane. Sie bot uns an, uns bis nach Eumundi mitzunehmen, wo ein allwöchentliches Markttreiben seinen Lauf nahm. Erfreut nahmen wir die Einladung an. Leider stellte sich aber am Morgen vor der Abreise heraus, dass Maren einer gemeinen Grippe erlegen war und im Bett bleiben musste. So begaben sich nur Manu und Lars auf die 1,5 stündige Fahrt, während Matthias sich um das Wohlergehen seiner Liebsten kümmerte (Crepe ans Bett, O-Saft-Wärmflasche und vieles, von dem wir nie etwas erfahren werden).
In Eumundi grasten Manu und Lars jeden Marktstand auf der Suche nach Schnäppchen ab. Aber aufgrund ihrer bangen Gedanken um den knappen Raum im Backbag und ihres Geizes erstanden sie nur einen knarrenden Holzfrosch und eine Vogelpfeife (beide sehr Platz sparend). Nachmittags las Jean die beiden wieder auf. Wieder in Maryborough, begaben sich die drei nach Einbruch der Dämmerung in einem kleinen Waldstück auf die Suche nach wildlife. Und siehe da: zwei Kängurus und zwei Wallabys ließen sich erspähen. Wenn es keine Plüschtiere waren, steht nun fest, dass sie wirklich in Australien sind.
Friday, 3.9.2004 Im Nebel

Heute hatte Charlie – der ältere Mann von nebenan – seinen Spendablen: Er lud uns vier zu einer Rundfahrt mit der dampfenden Mary Ann entlang des Maryrivers ein.
Tuesday, 31.8.2004 haariger Gefährte

Nach einer spannenden Autofahrt zur Granville Primaryschool, trugen sich Manu und Maren, dem alltäglichen Ritual entsprechend, ins School-Visitor-Buch ein.
Ahnungslos betraten sie ihre Klasse der Woche (3b).
Niemals hätten sie sich erträumt, was sie dort erwarten würde. Sämtliche Augen blickten auf einen Fleck. Der Hausmeister, mit Hut und Lendenschurz bewaffnet, machte sich an der Wand zu schaffen.
Da erst wurde den beiden bewusst, in welcher Gefahr sie sich befanden…
Eine 16 cm lange; haarige Huntsman erstreckte sich über ihren Köpfen. Aus ihren weit geöffneten Mündern konnte vor Schreck kein Laut entweichen. Wie gebannt starrten sie auf die Riesenspinne, während der Hausmeister mit einem speziellen Fanggerät das Untier bändigte. Der Schock saß ihnen tief in den Knochen und wurde durch die Beschreibungen der Kinder nicht gerade gemildert (sie kann 1m weit springen, sind häufiger unter den Tischen zu finden und nach dem schmerzhaften Biss, muss man sofort ins Krankenhaus). Dennoch gelang es den beiden Mädels irgendwie den Kunstunterricht zu gestalten. Als ihnen dann ein Junge einen „legless lizard“ in Spiritus vor die Nase hielt, zuckten sie nicht einmal mehr mit den Wimpern.
Australien härtet ab, wie man sieht.

Heute Abend hat nach vier Monaten der Dürre der Regen eingesetzt. Es schüttet wie aus Kübeln und kein Ende in Sicht. (Da hätten wir es uns wirklich sparen können, gestern Abend noch den Rasen zu wässern…)

Monday, 30.08. 04 Rundumschutz

Nun sind wir, oder besser gesagt unser Schlachtschiff, endlich Vollkasko-versichert. Der Erprobung unserer Fahrkünsten steht also nichts mehr im Wege!

Sunday, 29.8.2004

Die erste Nacht im neuen Domizil prächtig überstanden, wurde Maren von Jean und Luise zur Fahrt ins Hinterland abgeholt. Dort erwartete sie eine Art Reiter-Ranch, wo Luise ihre reiterlichen Fähigkeiten unter Beweis stellte. Maren spionierte derweil die anderen wiehernden Gesellen und ihr Territorium aus.
Die anderen beschnüffelten unterdessen die neuen Nachbarn zur Rechten.
Eine bombastische Dame mittleren Alters samt pubertierender Tochter und deren facettenreiche Video- und DVD Sammlung.
Als Maren wieder zu Hause eingetroffen war, wartete die Freundin des Nachbarn zur Linken zum Besuch auf. Der Herr im fortgeschrittenen Alter scheint eine Art Hausmeister für unseren Dreierblock darzustellen und bot uns seine Hilfe an. Dann machte sich die WG auf den Weg nach Hervey Bay, um ENDLICH noch mal „Meer“ zu sehen. Leider war Ebbe! So begaben sie sich, unter den Argusaugen der allgegenwärtigen Pelikane, auf einen Endlossteg, der ins weite Meer hinausragte. Angestrengt durch die lange Meerwanderung nahmen sie vor Ort eine nahrhafte Mahlzeit zu sich (gegrillter Barramundi, Salat und Fritten).

Saturday, 28.08.04 Umzug im Kastenwagen

Seit gestern sind wir stolze Besitzer eines 19 Jahre alten Mitsubishi Magna. Ein großer silberner Kasten, zwar ohne Servolenkung, aber mit Automatik und Klimaanlage. Und das ist es, was in Australien zählt! Damit fuhren wir zur Wohnungsbesichtigung in die Kent St. 561. Dank Jeans Hilfe (die Vermieterin ist ihre Bekannte) konnten wir nun 2 Schlafzimmer, Küche, Wohnzimmer, Bad, Toilette, Garten und einen garagenähnlichen Überbau unser Mieteigentum nennen. Für nur 120,-Dollar im Monat ein echtes Schnäppchen. Wer mehr darüber wissen (sehen) will, der lade sich bitte den Clip dazu herunter. Aber VORSICHT, es könnte etwas länger dauern!
Ausgestattet wurden wir von Jean und Dolcy (Oma von nebenan), die uns von der Matratze bis zum Dosenöffner alles bereitstellten (Zwei Wagenladungen voll!). Was jetzt noch fehlte, beschafften wir uns im CRAZY CLARK.
So, damit war das lustige WG-Leben eröffnet.

Wednesday, 25.08.04 Tierpediküre und Ratespaß

Heute statteten Maren und Manu der Aldridge Highschool (grades 8 to 12) einen Besuch ab. Der deputy empfing sie in seinem Büro, um ihnen ihre Stundenpläne auszuhändigen. Im Handumdrehen befanden sich beide in unterschiedlichen Bereichen der Schule wieder: Maren hatte Kunstunterricht, während Manu den Film- und Theaterwissenschaften beiwohnte. Nach den ersten beiden Stunden wurde Maren zu einem praktischen Klauenpflegekurs an die schulinterne Farm weitergereicht. Hierzu standen gemeine Hausziegen zur Verfügung. Anschließend wurde sie zu einem Dünge- und Gartenpflegekurs abgesandt. Manu weilte unterdessen immer noch in derselben Klasse. Doch schließlich gelang es ihr eine Lehrerin dazu zu bewegen, sie in Marens Abteilung zu bringen (Alleingänge waren untersagt). Nun schlossen sie sich einer 10. Klasse zum „cattle leading“ an. Da diese Form des Unterrichts an deutschen Schulen absolut unvorstellbar ist, möchten wir hier einen kurzen Einblick geben:

Zunächst mussten die Schüler fünf Rinder von einer Weide in eine kleine Rundkoppel treiben, wo sie unter Mithilfe des Rangers aufgehalftert wurden. Nachdem die Tiere wieder zurück auf der beigen Weide waren, bekamen immer zwei Schüler ein Rind zugeteilt. Die kurze Unterweisung des Lehrers befolgend drehten Mensch und Tier ihre Runden. Hierbei kam es darauf an, das Tier durch korrekte Arm- Augenkoordination zu dirigieren. Dabei wurde allerdings auch dem Treiber eine wichtige Rolle zuteil, der mit einem Stab bewaffnet seinen Platz hinter dem Tier einnahm. Durch leichte Klapse auf das Gesäß wurde so die Geschwindigkeit des Rindes reguliert. Auch Maren und Manu durften an den praktischen Übungen teilnehmen. Sie sind nun in der Lage ordnungsgemäß ein Rind über die Straße zu führen.

Am Abend fuhren alle gemeinsam mit Jean Putzmann zum RSL-Club, wo jeden Mittwoch eine Trivia Night stattfindet. Sämtliche Persönlichkeiten Maryboroughs waren dort zum gemeinsamen Ratespiel versammelt. Für unsere Herren herrschte Kragenpflicht und auch die Damen mussten in angemessener Garderobe erscheinen, was nicht sehr einfach war. Gemeinsam mit Jeans Rateteam eiferten wir um die Gewinnprämie (10 Dollar), scheiterten jedoch kläglich an Fragen, wie z.B.: „Wie viele Silberstücke erhielt Judas für den Verrat Jesu?“
– Na, weiß es einer von euch???
– Hätte uns auch gewundert…

Friday, 27.08.2004

Seit Mittwoch ist es amtlich, ich arbeite bei der Maryborough City Council (ähnlich einer Kreisverwaltung) im Engineering Services Department als Surveyor.
Deshalb ein riesiges Dankeschön an Don J. Matheson und die Familie Putzmann, die mir dies durch ihr Engagement ermöglicht haben.

Am Mittwoch durfte ich das Büro und die Angestellten beschnuppern und musste dabei meine “hervorragenden” Englischkenntnisse unter Beweis stellen.
Durchgehend nette Leute, Moira roch besonders gut.

Donnerstag kam mir eine grosse Ehre zuteil, denn ich durfte mit Sarah und Jamie von der City Council, Rolf (ein Ingenieur für Kanalbau) und Mr. John Harvey (Manager von sämtlichen Hotels und Anlagen auf Fraser Island: “Kingfisher Bay”) nach Fraser Island, der grössten Sandinsel der Welt.
Wir fuhren mit einer Schnellfähre von Hervey Bay in ca. 1 Stunde nach Fraser Island und ich sah meinen ersten Delphin.
Dort angekommen, wurden wir als einzige in einem Minibus zur Hotelanlage chauffiert. Sofort stiegen wir in einen Mitsubishi Pajero 4WD, um über wellige, buckelige Sandstrassen nach Eurong zu fahren.
Ich kann nur sagen, das war besser als Achterbahnen fahren.
In Eurong angekommen, drehten wir erstmal eine Runde entlang des Südpazifischen Ozeans, auf dem vom Meerwasser gehärteten Sand.
Ich liess einfach alles auf mich wirken und bekam so kaum mit, dass die vier Anderen schon geeignete Stellen für eine geplante Kanalanlage ausgekundschaftet hatten.
Zum Lunch gab es ausreichend Salat, Hühnchen, roasted vegetable, Käse und Früchte aller Art vom Buffet des Nobelhotels der Eurong Ferienanlage. Und wir waren anscheinend “selbstverständlich” eingeladen.
Larry the famous surveyor als special guest auf Fraser Island ? !!!
Ja, so gegen 2.00pm traten wir die Heimreise an und ein weiterer Arbeitstag bei der City Council war vorbei. So macht arbeiten wirklich Spass!
Mal schauen was mich noch alles erwarten wird in der Maryborough City Council!?!
Der einzige Nachteil ist, dass wenn man um 5.00pm Dienstschluss hat, der Tag vorbei ist, denn um 6.00pm ist es in Australien dunkel.

Heute (Freitag) habe ich das erste Mal mit Jason ein paar Punkte in der Stadt vermessen. Jason ist der einzige in der City Council, der etwas von der praktischen Vermessung versteht, das erklärt warum in Maryborough verzweifelt nach Vermessern gesucht wird!
Gut für mich!!!

Lars

Thursday, 26.08.2004

Jean hat gestern eine Wohnung für uns gefunden, die wahrscheinlich am Samstag frei wird.
Jetzt müssen wir nurnoch ein gutes Auto finden, denn mit Fahrrad oder zu Fuß ist hier alles zu weitläufig zum erkunden.
Außerdem waren wir mit beim Trivia-Abend und haben ein paar von Jeans Freunden kennengelernt. Beim Trivia spiel geht es zu, wie bei einem Quiz. Jeder Tisch bildet ein Team und beantwortet Fragen. Sagen wirs mal so: Wir haben nicht gerade gewonnen.
Außerdem ist das Gästebuch eröffnet, also schreibt bitte ordentlich was rein.
Tuesday, 24.08.2004

Ein harter Arbeitstag begann um acht Uhr für Lars, Manuela und Maren. Wohingegen Matthias, die Raupe, Milchholen ging. Don kam mal wieder zu früh, aber wir waren darauf vorbereitet. Ohne größere Komplikationen verließ dann die arbeitende Bevölkerung das Haus. Wie gesagt, bis auf Metus, der an seiner Diplomarbeit weiter schrieb. Maren und Manu fuhren mit Jean zu der Grundschule in Tiaro. Dort wurden sie allen Lehrern vorgestellt und angekündigt, dass sie nun öfter vorbeischauen würden. Tiaro ist eine sehr kleine Schule mit nur drei fest angestellten Lehrern, aber mit Heerscharen von freiwilligen so genannten „support teachers“.
Vor Mittag fuhren sie zurück zur Granville School, wo sie den Rest des Arbeitstages verbrachten. Diese Schule hatte 400 Schüler und sehr viele Lehrer, denen wir alle der Reihe nach vorgestellt wurden. Die Schüler verfolgten uns über den ganzen Schulhof und stellten unsere Englischkenntnisse auf eine harte Probe. Besonders die Jungs aus der 7. Klasse waren von den beiden deutschen Mädels sehr angetan…
Als alle wieder daheim waren, kamen Alison und Shawn zum Dinner vorbei. Dazu gab es selfsaucing pudding (sich selbst besoßender Pudding).
Zum ersten Mal haben wir heute den Lizard getroffen. Er lebt in unserem Bad und Schlafzimmer und schmatzt des Nachts.
Monday, 23.08.2004

Heute war Lars´ großer Tag: Der „DON“ (most important man in town) kam vorbei, um ihn zum City Council mitzunehmen und ihn den anderen Vermessern vorzustellen. Leider kam Don etwas früher als angekündigt. Wir lagen noch alle in unserem Gewirr aus Matratzen, Klamotten und anderem „stuff“, als es klingelte. Binnen weniger Sekunden marschierte er in unser Zimmer und wir konnten nur noch schnell zusehen, dass wir Kleidung an den Leib und einen Kamm ins Haar bekamen.
Während wir aufsprangen, um Don die gebührende Ehre zu erweisen, lag Matthias ungerührt von all dem, leicht bekleidet, raupengleich unter der Rosenbettwäsche, die er bis zum Kinn hochgezogen hatte.
Doch Dom ließ sich nichts anmerken und verschwand mit Lars in seinem Pickup...
Maren, Metus und Manu mussten derweil wichtige Dokumente von Jörg zur Aldridge Highschool bringen. Dazu benutzten wir erneut Putzmann Räder, wobei wir unsere Links-Orientierung im Straßenverkehr festigten. Natürlich mit exzellentem Kopfschutz. Als Lars (Larry) samt Don nach ihrem gemeinsamen Kohlkauf wieder eintraf, begann unsere Radtour auf der Suche nach einem Vehikel, einer Blue Card und einer geeigneten Wohngelegenheit. Kaum waren wir auf der Straße, winkten und begrüßten uns auch schon sämtliche Nachbarn. In der Glut der Mittagssonne radelten wir von Amt zu Gebrauchtwagenhändler zu Häusern, aber gegen Abend hatten wir nur Obst und Brot im Rucksack; und wussten, dass wir auf keinen Fall ein Auto bei dem „Mann unter der Brücke“ kaufen sollen.
Des Abends wiesen wir Familie Putzmann in die Kunst des Ligretto-Spiels ein.
Sunday, 22.08.2004

Jörg hat schon vor uns das Weite gesucht. Er ist heute für fünf Wochen nach Deutschland geflogen. Seine Familie brachte ihn nach Brisbane und kam erst gegen Abend wieder. Somit hatten wir bereits nach drei Tagen das Haus in unserer Gewalt (Gartensprenkeln inklusive). Wir radelten ein wenig durch die Nachbarschaft auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz. Selbstverständlich in der Mittagszeit (schließlich wollen wir die ganze Sonne genießen).
Dabei lernten wir drei sehr bemerkenswerte Einwohner Maryboroughs kennen (John, Lexi and Mr.X), die uns gerne ihre Schätzchen angedreht hätten. Aber da wir auf Klimaanlage und eine ordentliche Größe bestanden (und Maren auf eine ansehnliche Farbe), sagte uns keiner der beiden zu.
Dennoch, nichts ist umsonst: John´s Frau Lexi hatte noch einiges an Hausrat gelagert, den sie uns im Fall der Fälle anvertrauen würde. John, ein alter Trucker mit einem Fable für Country-Musik und Baseball-Caps, versprach uns aber sich nach einer Wohnung für uns umzusehen. We´ll see what he can do...
22.08.04 Heute haben wir Sturmfrei!

Jean und die Kinder haben Jörg zum Flughafen nach Brisbane gefahren und uns den Haustürschlüssel überlassen. Jörg ist jetzt für 5 Wochen in Deutschland. Manuela und Maren haben schon praktische Erfahrung in Schulen hier gesammelt und Lars hat sogar schon einen Job in Aussicht. Er wir morgen von "Don" abgeholt, von dem wir schon viel gehört haben. Für unsere Autosuche sind wir mit den Rädern der Putzmanns durch die Nachbarschaft geradelt und haben dabei einige interessante Leute kennengelernt. Außerdem ist Mr. Nahrung (seine Vorfahren waren Deutsche) vorbeigekommen, um Jörg zu besuchen.
Den Eimer links haben wir übrigens im Schuppen gefunden.